Lange Flugreisen bedeuten für Kleinkinder und meist auch die Mitreisenden eine Tortur. Urlaubsaktivitäten wie Tauchen oder Dschungel-Trips sind für jüngere Kinder ungeeignet.

Durch Unfälle, Infektionen sowie klimatische Bedingungen sind Kinder in erhöhtem Maße gefährdet. Deshalb sollte bei der Auswahl des Reiseziels ein besonderes Augenmerk auch auf die medizinische Versorgung vor Ort gerichtet werden.

Zusätzlich zu den Standardimpfungen gelten erweiterte Impfempfehlungen abhängig von Reiseziel, -dauer und -art ähnlich wie bei den Erwachsenen. Besonders beachtet werden muss aber das Mindestalter, welches für viele Impfstoffe gilt. So darf eine Gelbfieberimpfung nach Herstellerangaben frühestens ab einem Alter von 6 Monaten durchgeführt werden. Polysaccharid-Impfstoffe wie z.B. die parenterale Typhus-Impfung wirken bei Kindern unter zwei Jahren nicht ausreichend immunogen.

Auf Reisen in Malariaendemiegebiete sollte mit Säuglingen und Kleinkindern verzichtet werden. Hier kann eine Malaria tropica zu fulminanten Verläufen mit hohem Komplikationsrisiko führen. Besonderer Wert ist auf den Mückenschutz zu legen, da Kinder nicht nur durch eine Malaria, sondern auch durch andere mückenübertragene Krankheiten wie das Dengue-Fieber verstärkt gefährdet sind. Eine Malaria-Chemoprophylaxe wird bei Kindern in gewichtsentsprechender Dosierung durchgeführt, Alters- und Gewichtsuntergrenzen für die einzelnen Mittel müssen beachtet werden. Eine Stand-by-Therapie sollte im Kindesalter nur absoluten Notfällen vorbehalten sein. Vordringlich ist bei Malaria-Verdacht die fachgerechte Diagnostik und ggf. Behandlung.

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